Gesundheitsversorgung wird ausgedünnt - Protest von Physiotherapeuten


negative Kritik
Gesundheit
alfi0312

10.09.2026 09:07:09
Ich höre es inzwischen ständig – und ich merke es auch selbst: Unsere Gesundheitsversorgung wird immer weiter eingeschränkt.

Hier fehlt Personal, dort werden Leistungen gekürzt, anderswo schließt gleich eine ganze Praxis oder sogar ein Krankenhaus. Termine werden schwieriger zu bekommen und die Wege für Patienten länger. Und jetzt schlagen auch Therapeuten in Heiligenhafen Alarm.

Unter dem Motto "Kreide kann man wegwischen. Versorgungslücken nicht." protestieren Physiotherapeuten und andere Therapieberufe gegen die Entwicklung in der Gesundheitsversorgung.

Und ich finde: Sie haben allen Grund dazu.

Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie sind kein Luxus. Viele Menschen sind nach Operationen, Unfällen oder bei chronischen Erkrankungen darauf angewiesen. Was bringt mir ein Rezept, wenn ich anschließend wochenlang keinen Termin bekomme oder die nächste Praxis irgendwann kilometerweit entfernt ist?

Wie weit soll diese Entwicklung eigentlich noch gehen?

Wir erleben Krankenhausschließungen, fehlende Haus- und Fachärzte, überlastete Praxen und lange Wartezeiten. Und gleichzeitig wird darüber diskutiert, wo im Gesundheitssystem noch gespart werden kann.

Ich habe zunehmend den Eindruck, dass wir uns daran gewöhnen sollen, dass eine gute medizinische Versorgung in Wohnortnähe eben nicht mehr selbstverständlich ist.

Damit möchte ich mich nicht abfinden.

Der Protest der Therapeuten in Heiligenhafen ist deshalb für mich nicht irgendeine kleine Demonstration. Er ist ein weiteres Warnsignal.

Wenn immer mehr Menschen, die jeden Tag Patienten versorgen, sagen: So geht es nicht weiter, dann sollte die Politik endlich zuhören.

Denn eine Gesundheitsversorgung kann man Stück für Stück kaputtsparen. Nur wieder aufbauen lässt sie sich anschließend nicht so einfach.
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