Sachsen-Anhalt, die Bundes-CDU und die Emotionen ...


negative Kritik
Politik
alfi0312

7.09.2026 06:30:00
Diese Nachricht wurde 3x geändert, zuletzt am: 7.09.2026 08:04 Uhr
Ich glaube, Franziska Hoppermann (die neue Generalsekretärin der CDU) zieht aus der Wahl in Sachsen-Anhalt den völlig falschen Schluss.

Nach einem Ergebnis von rund 44 Prozent für die AfD und gerade einmal 17 Prozent für die CDU erklärt die CDU-Generalsekretärin im ARD-Interview sinngemäß, man habe die Menschen mit dem eigenen Reformkurs nicht ausreichend "emotional erreicht". Und als es darum ging, was sich jetzt eigentlich ändern soll, kam für mich auch keine überzeugende Antwort – stattdessen ging es wieder um die emotionale Ansprache.

Auch später bei Phoenix wieder derselbe Gedanke: Die CDU habe Probleme, Zustimmung für ihre Politik zu bekommen und die Menschen "emotional zu erreichen".

Entschuldigung, aber die Emotionen der Menschen wurden sehr wohl erreicht!

Nur sind es offenbar nicht die Emotionen, die sich die CDU gewünscht hat. Viele Menschen sind sauer, enttäuscht und frustriert. Sie ärgern sich darüber, dass aus ihrer Sicht die wesentlichen Probleme dieses Landes nicht konsequent angegangen werden: Migration, wirtschaftliche Probleme, hohe Kosten, marode Infrastruktur, überforderte Kommunen, Bürokratie und ein Staat, der an vielen Stellen immer schlechter funktioniert.

Und genau deshalb finde ich diese Analyse so bemerkenswert. Nach so einem Wahlergebnis sollte die erste Frage doch nicht lauten: Wie erreichen wir die Menschen emotional besser? Sondern: Was machen wir politisch falsch und was ändern wir jetzt konkret?

Wenn eine Partei mehr als die Hälfte ihrer bisherigen Wähler verliert, liegt das vielleicht nicht an der Verpackung. Vielleicht sollte man irgendwann anfangen, über die Inhalte nachzudenken.

Aber ich denke, das wird bei der CDU und der SPD nicht mehr passieren.
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Sachsen (3.9%)
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Nordrhein-Westfalen (2.3%)
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Thüringen (1.6%)


Landkreisaktivität
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Hamburg (16.4%)
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Berlin (2.7%)
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