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Beim Arzt darf der Geldbeutel nicht über den Termin entscheiden
Meinung
Gesundheitalfi0312
23.09.2026 08:41:23
23.09.2026 08:41:23
Diese Nachricht wurde 1x geändert, zuletzt am: 23.09.2026 08:43 Uhr
Warum bekommen Privatpatienten teilweise schneller einen Facharzttermin als gesetzlich Versicherte?Genau hier zeigt sich zwischenzeitlich das eigentliche Problem unseres Gesundheitssystems: Es geht nicht nur darum, wer welche Zusatzleistung erhält. Es geht teilweise um den Zugang zur medizinischen Versorgung selbst.
Dabei wäre eine klare Trennung denkbar:
Eine gemeinsame Bürgerversicherung für die medizinisch notwendige Versorgung – und freiwillige Zusatzleistungen für alle, die mehr möchten.
Ob Arbeitnehmer, Selbstständiger, Beamter oder Gutverdiener: Für notwendige Untersuchungen und Behandlungen sollten grundsätzlich dieselben Regeln gelten.
Wer zusätzlichen Komfort möchte, könnte ihn weiterhin buchen oder privat versichern – beispielsweise:
• Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus
• besondere Wahlleistungen
• hochwertigeren Zahnersatz
• zusätzliche Brillenleistungen
• zusätzliche Vorsorge- und Serviceangebote
Das wäre vollkommen legitim.
Aber warum sollte jemand aufgrund seiner Versicherung einen notwendigen Facharzttermin früher bekommen?
Komfort darf Geld kosten. Medizinische Versorgung sollte dagegen nach medizinischer Notwendigkeit erfolgen.
Eine Bürgerversicherung könnte außerdem die Finanzierung auf eine breitere Basis stellen, wenn mehr Bevölkerungsgruppen in dasselbe System einzahlen.
Private Versicherungen müssten deshalb keineswegs verschwinden. Sie könnten weiterhin Zusatzleistungen anbieten.
Deshalb:
Sollten wir uns bei medizinisch notwendiger Versorgung wirklich zwei unterschiedliche Versicherungssysteme leisten – oder wäre eine gemeinsame Grundversorgung für alle gerechter und transparenter?
Mein Grundgedanke wäre dabei einfach:
Ein Gesundheitssystem für alle bei der notwendigen medizinischen Versorgung – Zusatzkomfort nach persönlichem Wunsch und Geldbeutel.
Gleichzeitig würde damit die Finanzierung der Gesundheitskosten von Transferleistungsempfängern endlich der Allgemeinheit angelastet werden und nicht - wie aktuell - nur den gesetzlich Versicherten.
Für mich hat Friedrich Merz ausnahmsweise hier eine Notwendigkeit angesprochen, auch wenn die von seiner Partei zwischenzeitlich leider wieder abgeräumt wurde...
i
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