Keine Verlängerung des Tankrabatts - dauerhaft höhere Preise?


Vorschlag
Energie
alfi0312

12.06.2026 13:06:56
Diese Nachricht wurde 2x geändert, zuletzt am: 12.06.2026 13:10 Uhr
Ein Auslaufen des Tankrabatts zum 30.6.2026 wird oft damit begründet, dass der Staat sparen müsse und die Entlastung nicht sozial sowie zielgenau sei. Diese Sicht greift jedoch aus meiner Sicht zu kurz.

Höhere Kraftstoffpreise treffen nicht nur Autofahrer direkt. Sie verteuern auch Transport, Handwerk, Lieferdienste, Landwirtschaft, Bauwirtschaft, Pflegefahrten und viele kleinere Betriebe. Diese Mehrkosten landen früher oder später in den Preisen für Waren und Dienstleistungen. Damit zahlen am Ende auch Menschen ohne eigenes Auto mit.

Besonders problematisch: Wenn Preise erst einmal gestiegen sind, sinken sie erfahrungsgemäß selten wieder auf das alte Niveau. D.h. wir haben es mit einem dauerhaft höherem Preisniveau zu tun, auch wenn irgendwann sinkende Inflationsrate suggeriert, dass alles gut ist.

Gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen leiden unter solchen Preisschüben besonders stark. Sie geben einen erheblichen Teil ihres Geldes für Mobilität, Lebensmittel, Energie und Alltag aus. Für Pendler, Familien, Schichtarbeiter, Pflegekräfte, Handwerker und Menschen im ländlichen Raum ist das Auto keine Luxusfrage, sondern notwendig.

Hinzu kommt der Widerspruch bei der CO₂-Bepreisung: Die Belastung durch die CO₂-Abgabe liegt ungefähr in der Größenordnung des Tankrabatts. Gleichzeitig wurde das versprochene Klimageld als sozialer Ausgleich bislang nicht ausgezahlt (bei mir ist nichts angekommen 🙁 ). Belastungen kommen also zuverlässig, Entlastungen nur befristet oder gar nicht. Wenn der Staat also den Preis für Energie künstlich verteuert (hier CO₂-Bepreisung), sollte er in solchen Zeiten auch entlasten - gerade auch wg. der langfristigen Folgen.

Und das Bundeskartellamt muss sicherstellen, dass ein Tankrabatt auch wirklich ankommt und nicht bei den Mineralölkonzernen hängen bleibt. Aus meiner Sicht ist dies das wirkliche Problem. Wenn hier Gesetze fehlen, müssen sie dringend geschaffen werden. Bereits bei der ersten Energiekrise im Jahr 2022 zeigte sich, dass das Kartellamt eher ein zahnloser Tiger ist.

Wer den Tankrabatt ersatzlos auslaufen lässt, riskiert aus meiner Sicht dauerhaft höhere Preise und zusätzlichen Druck auf Unternehmen und Verbraucher.
alfi0312

1.07.2026 12:05:01

Antwort-Nr.: 4
Diese Nachricht wurde 1x geändert, zuletzt am: 1.07.2026 12:07 Uhr
Gerade um 12 Uhr wurden die Preise erhöht.

Unfassbar. Super 2,209€, Super Plus 2,339€

Diese Preise passen nicht wirklich zum aktuellen Ölpreis. 🙁🙁

Echte Abzocke. Nur wo bleibt unser Kartellamt?
alfi0312

30.06.2026 20:06:37

Antwort-Nr.: 3
Ich bin gespannt, wie die Preise morgen aussehen.

Heute läuft der Tankrabatt ja aus. Angeblich wurde er vollständig an die Kunden weitergegeben. Ich habe da meine Zweifel. Und vom Kartellamt war - wie zu erwarten - auch nichts zu hören. 🙁

Was aber auf jeden Fall hätte auslaufen müssen ist die 12 Uhr Regel. Sie macht den Sprit einfach nur teuer, da die Ölkonzerne Unsicherheiten gleich in den 12 Uhr Preis einkalkulieren müssen (irgendwie logisch...). Diese Unsinns-Regel bleibt natürlich aber bestehen.
alfi0312

14.06.2026 14:21:33

Antwort-Nr.: 2
Eventuell ist eine Verlängerung gar nicht mehr notwendig. Angeblich sind sich ja der Iran und die USA einig...

Hoffentlich erledigt sich damit der Krieg und die Preise sinken wieder auf einen annehmbaren Wert 🙂
Regi26

12.06.2026 16:34:52

Antwort-Nr.: 1
Interessante Sichtweise. Klingt plausibel.

Aber auch wenn es rechnerisch sinnvoller wäre, den Tankrabatt beizubehalten - es wird nicht gemacht 🙂
i
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